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Wir mussten uns leider für immer von unserer Karam verabschieden, der Knochenkrebs war einfach zu weit fortgeschritten. Unsere liebe Maus durfte in den Armen ihrer Tierpfleger einschlafen und bekommt ein schönes kleines Grab bei ihrer Patin. Mach´s gut Schatz!

 

Die Rottweiler – Dobermann – Hündin Karam ist 11 Jahre alt. Als sie damals mit ihrer Mutter Laila abgegeben wurde, konnten wir die folgenden Schwierigkeiten noch nicht ahnen. Wegen schwerer Krankheit mussten die Tiere abgegeben werden. Karams Vater, einen 12-jährigen Dobermann, nahmen wir damals nicht mit auf. Er hatte einen so großen Tumor im Gesicht, dass wir der Besitzerin zur Euthanasie bei ihrem Tierarzt rieten. Ein so kranker Hund sollte seine letzten Lebenstage nicht im Tierheim verbringen müssen.
Die Hunde lebten sich nach und nach gut bei uns ein, doch es folgten kuriose Anrufe der Besitzerin, und schnell wurde uns klar, dass es sich bei dem Abgabegrund nicht um schwere Krankheit handelte. Ein Anruf der Stadtverwaltung klärte uns darüber auf, dass den Tieren eine Maulkorb- und Leinenpflicht verordnet wurde. Die Besitzerin hatte die Hunde nicht mehr im Griff, da sie sich in ihrem Familienverband komplett verselbstständigten und es somit zu gefährlichen Unfällen kam. Karams Mutter durfte noch kurze Zeit in einem schönen Zuhause verbringen, bis sie leider wegen schwerer Krankheit von ihren Leiden erlöst werden musste. Karam hatte noch kein Glück. Sie hat von ihren Elterntieren gelernt, Kleintiere zu jagen, andere Hunde gemeinsam anzugreifen und fremde Menschen, vor allem Männer, zu meiden und abzuwehren. Inzwischen hat Karam viel gelernt, und ihr Verhalten hat sich gebessert. Unsere ehrenamtliche Helferinnen sind für sie kein Problem. Unbekannte Gesichter sind nach zwei bis drei Besuchen akzeptiert. Männern gegenüber reagiert sie immer noch kritisch. Allerdings befinden sich auch nur wenig männliche Helfer im Tierheim, da sie für die Hunde leider oft mit negativen Erlebnissen in Verbindung gebracht werden. Doch sie hat es geschafft, zu einem unserer männlichen Helfer Vertrauen aufzubauen. Am meistens freut sich Karam, wenn ihre Patentante Susanne zu Besuch kommt. Es ist vorbildlich, wie sich die Beiden miteinander beschäftigen, obwohl sie keine gemeinsamen Spaziergänge machen können, fällt ihnen immer etwas ein: Verstecken, Hundelernbrettspiele, Futtersuchspiele, Kong – Rezepte für den Hund usw., und am Ende des Tages kuscheln sie gemeinsam im Körbchen, bis Karam selig und zufrieden ist. Ja, sie ist eine sehr gelehrige und arbeitswillige Hündin, die gefordert sein will. Eine dauerhafte Vergesellschaftung mit einem anderen Hund war uns bisher nicht möglich, da sie auf Grund ihres Jagdverhaltens stark auf Spielzeug und auf Futter fixiert ist. Dies würde mit einem anderen Hund im Gehege früher oder später Probleme geben. Karam braucht dringend ein Zuhause bei sehr hundeerfahrenen Menschen, ohne kleine Kinder und andere Tiere, die ihr mit viel Liebe und Geduld zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann.

Mitgliedschaften

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Baden-Württemberg