Update 08.04.2018

Unser Katzenopa Charly ist heute Nacht für immer eingeschlafen. Der kleine Kerl hat so tapfer gekämpft und wollte leben. Leider waren die Organe (besonders die Niere) durch die lange Zeit der Vernachlässigung wohl so stark geschädigt, dass er trotz starken Willens den Kampf verloren hat. Wir sind froh, dass der liebe Charly noch ein paar schöne Wochen in einem richtigen Zuhause verbringen durfte. Mach es gut kleiner Kämpfer!

 

Anfang Februar erhielten wir einen Anruf aus Hechingen. Ein völlig abgemagerter Kater suchte verzweifelt Unterschlupf bei einem jungen Paar. Ganz offensichtlich war er schon lange auf sich gestellt und mit den Kräften am Ende. Die Beiden zögerten zum Glück nicht und riefen bei uns an. Als wir die Transportbox öffneten, bot sich uns ein Bild des Jammers. Der arme Kater war nur noch Haut und Knochen, das Zahnfleisch entzündet und voller offener eiternder Wunden und er stank erbärmlich. Er konnte nicht mal mehr sein Mäulchen schließen, geschweige denn Nahrung zu sich nehmen. Hätte das Paar nicht genau richtig gehandelt, wäre er nach kurzer Zeit elendig verhungert. Doch Opa Charly, wie wir ihm genannt haben, ist ein Kämpfer. Erstmal wurde er mit Infusionen und Flüssignahrung einigermaßen stabilisiert. Dann musste er wohl oder übel dem Risiko einer Narkose ausgesetzt werden. Der Anblick der sich uns bot, war nichts für schwache Nerven. Ein Zahn kam uns schon entgegen, es gab jede Menge entzündetes oder abgestorbenes Gewebe um tiefe Gewebslöcher, der Unterkieferknochen lag blank und er hatte jede Menge dicken Zahnstein. Die größte Hürde war jedoch, die Narkose zu überstehen. Charly ging es danach richtig schlecht, denn seine beiden Nieren sind stark geschädigt, auch die Leber dürfte nicht mehr reibungslos arbeiten, so dass die „Entgiftung“ und Ausscheidung erheblich gestört war.

Wir hatten große Sorge, ob er sich wieder erholt. Die Kolleginnen, die gerade frei hatte, nahmen ihn im Wechsel mit zu sich nach Hause, um sich intensiv um ihm zu kümmern. Infusionen und homöopathische Ausleitung mussten verabreicht werden. Er wurde zunächst weiter zwangsernährt, da er noch immer nicht alleine fressen konnte. Er versuchte es immer wieder, das zeigte uns, dass er nicht bereit war aufzugeben. Also waren wir es auch nicht. Die Mühe zahlte sich aus. Schritt für Schritt ging es bergauf. Selbst den zweiten notwendigen Eingriff unter Narkose packte das zähe alte Kerlchen. Er schlich sich in die Herzen aller Mitarbeiter mir seinem Kampfgeist und seiner lieben und anhänglichen Art. Denn neben der notwendigen Versorgung standen ganz viele Schmuseeinheiten an erster Stelle. Sobald man sich zu ihm setzte, kringelte sich Charly schnurrend auf dem Schoß zusammen und genoss sichtlich die Zuwendung. Bald nach dem zweiten Eingriff konnte er endlich wieder selbstständig essen. Doch wie es sich für eine richtige Katze gehört, ist man natürlich sehr mäkelig und wählerisch. Nicht jedes Essen ist gut genug, da kann man noch so Hunger haben. Nach einigen Versuchen stellte sich heraus, dass Thunfisch beim Opi hoch im Kurs steht. Da konnte man sogar das in seinen Augen wenig schmackhafte Aufbaufutter mit rein schummeln. Es war für uns eine Freude zu sehen, wie sich der Zustand von Charly jeden Tag ein bisschen besserte.

Nun fehlte zu seinem Glück nur noch ein Zuhause, wo er seinen Lebensabend verbringen kann. Da machten wir uns keine allzu großen Hoffnungen, erfahrungsgemäß haben solche Kandidaten ja die schlechtesten Chancen auf Vermittlung. Doch das Schicksal meinte es zunächst gut mit unserem kleinen Kämpfer. Nach zwei Wochen kam ein junges Paar zu uns, auf der Suche nach einer „Handicapkatze“. Ruhig sollte sie sein und eine Wohnungskatze, als Kumpel für eine Ataxie-Katze. Wir stellten ihnen Charly vor, der die Beiden im Handumdrehen um die Pfote wickelte. Bald durfte er ausziehen. Wie freuten wir uns, dass sich Menschen gefunden hatten, die ihm noch eine, wenn vielleicht auch kurze Zeit der Fürsorge und Liebe schenken. Doch leider platzte der Traum schon nach zwei Tagen. Die erste Katze kam mit Charlys Einzug überhaupt nicht klar und rasch gaben die beiden Helfer entnervt auf.

Unsere Kollegin Nathalie hat dann nicht lange überlegt und ihrem Mann kurzer Hand davon überzeugt – Charlie muss bei uns einziehen. Er hat sich toll eingelebt und findet seinen Platz auf dem Sofa klasse.

Seit einigen Wochen schon sind sie bei uns angekündigt, nun endlich konnte der Vollzug erfolgen: Ein Labradormischlingsrüde und eine Kangaldame wurden aus einer schlechten Haltung in einer Gemeinde des Zollernalbkreises beschlagnahmt und zu uns ins Tierheim gebracht. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bürgermeisteramt und der Hundestaffel der Polizei konnten die Tiere, die auch schon verhaltensauffällig geworden waren (Beisserei), zu uns gebracht und bei uns vorübergehend aufgenomnmen werden. Beide Tiere sind sehr scheu, mißtrauisch und ängstlich. Kontakt mit ihnen fremden Menschen sind sie nicht gewohnt. Schon am Körperbau kann man erkennen, dass sie ihr ganzes bisheriges Leben nicht genügend Auslauf hatten und überwiegend in der Wohnung gehalten wurden. Es wird viel Geduld und Einfühlungsvermögen unserer Pflegerinnen bedürfen, bei den beiden Hunden Vertrauen aufzubauen, doch wir sind zuversichtlich, dass es gelingen kann.
Einmal mehr beweist sich die Bedeutung eines Tierheimes als feste und gesicherte Einrichtung für die Gemeinden des Zollernalbkreises. Keine private Pflegestelle könnte sich solcher Problemfälle annehmen!

Bei einer Albstädter Tierartpraxis wurde ein junger, unkastrierter Kater im Katzenkorb ausgesetzt. Die Tierarztpraxis reagierte richtig, untersuchte das Tier gründlich und brachte es dann zu uns ins Tierheim. Hier hat sich der niedliche Kerl gleich gut eingeführt. Allerdings hätte er sich sicher nicht träumen lassen, dass er recht bald kastriert wurde. Doch nun ist das längst vergessen, er ist zutraulich und verschmust und wartet darauf, dass ihn liebe Menschen aus dem Tierheim holen. Darauf wird er sicher nicht lange warten müssen.

Wir versuchen hier im Tierheim die Schildkröten so gut es geht zu versorgen. Allerdings können wir sie wegen des Platzmangels nicht dauerhaft artgerecht unterbringen und suchen dringend neue Plätze für die Tiere.

 

 

Rotwangenschmuckschildkröte männlich

Art: Rotwangen-Schmuckschildkröte

Geschlecht: Männlich

Größe: 15,9 cm (sehr alt)

 

Rotwangen-Schmuckschildköte weiblich

Art: Rotwangen-Schmuckschildkröte

Geschlecht: Weiblich

Größe: 18,5 cm

Fundtiere & Notfälle

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