Da der Zaun unserer weiträumigen Freiausläufe, dort, wo er noch aus Maschendraht besteht, von Hunden nicht nur ramponiert, sondern zum Teil auch untergraben worden ist, mussten weitere Teilbereiche saniert werden.

Nachdem der Kreistagsausschuss uns einen Baukostenzuschuss genehmigt hatte, ist es uns gelungen, noch in das bis zum 15. Oktober verlängerte Landesförderungsprogramm für Tierheime zu kommen. Nach hektischen Wochen lag uns dann noch vor der endgültigen Bewilligung die Erlaubnis zum „förderungsunschädlichen Maßnahmenbeginn“ vor. 

Am 05. November konnte so unser Wolfgang Hafke mit den Vorbereitungen beginnen und noch in derselben Woche war die Zaunerneuerung abgeschlossen. Auf einer zusätzlichen Länge von ca. 65 m ist unser Freiauslaufbereich nunmehr stabil abgesichert. Durch seine Eigenleistungen konnten Wolfgang Hafke und sein Helfer die Kosten um ca. 4.000 € senken. Ein weiterer Beleg dafür, dass bei uns Fördermittel und Spenden effektiv verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in diesem Jahr wurden dem Finanzausschuß des Kreistages die Zahlen bezüglich der Aufnahme von Fundtieren in unserem Tierheim unterbreitet.

Seit 2010 erhält der Tierschutzverein eine jährliche Pauschale für die Übernahme dieser öffentlichen Aufgabe. Es handelt sich hierbei aber nicht, wie immer wieder fälschlich angenommen wird, um einen Zuschuss oder um „Fördergelder“, sondern um die Begleichung erbrachter Dienstleistungen. Der Kreistagsausschuß, welcher hierbei ja über Steuergelder verfügt, möchte natürlich  Rechenschaft erhalten über die ordnungsgemäße Verwendung dieser Mittel. So erstellt unser Tierheimteam alljährlich ausführliche Statistiken, etwa über die Gesamtzahl aufgenommener Fundtiere, über die durchschnittliche Verweildauer im Tierheim und über die Verteilung auf die Städte und Gemeinden des Landkreises. Anhand von Befragungen  des Deutschen Tierschutzbund seiner von ihm betreuten Tierheime, wurde bereits vor vielen Jahren der Rahmen für einheitliche Durchschnittstagessätze ermittelt, welche auch von unabhängigen Fachbüros überprüft und bestätigt wurden. So können wir nachvollziehbare Zahlen vorlegen. Sie müssen mit einer eingeräumten Spanne nach unten und nach oben, der zur Zeit gültigen Pauschalsumme von 75.000 € entsprechen, was bisher auch noch immer der Fall war.

Zusätzlich hatten wir dieses Jahr erneut die Möglichkeit, den Ausschuß über uns und unsere Arbeit zu informieren. War der Bericht im vorigen Jahr stark getrübt durch den unverschuldeten und völlig unerwarteten Personalengpass im Tierheim, mit allen  Problemen, die sich daraus ergaben, so konnte unser Vorsitzender diesmal fast nur Positives vortragen. Die personelle Situation hat sich wieder gebessert, auch weil eine Mitarbeiterin aus der Elternzeit zurückgekehrt ist, und weil es dem Verein gelungen ist, erstmals eine gelernte Tierheimtierpflegerin einzustellen. Zwar ist der ursprüngliche Personalbestand noch nicht erreicht, aber über die Besetzung mehrere 450 €-Stellen mit bewährten ehrenamtlichen Helferinnen konnte die Situation nach schwierigen Monaten entspannt werden. Zusätzlich schließt die Kooperation mit der Tierrettung Zollernalb der Familie Mandler aus Schömberg eine ebenfalls durch die Personalsituation entstandene Lücke bei der Verbringung von Fundtieren in unser Tierheim. Dies war zum größten Problem geworden, nachdem die Polizei im Zollernalbkreis sich nicht mehr in der Lage sah, Fundtiere in unser Tierheim zu verbringen, wir aber kein Personal hatten, um die Tiere zu holen.

Nach einer kurzen Vorstellung des Tierschutzvereins allgemein, konnten die Ausschußmitglieder über entsprechende Folien einen Eindruck davon bekommen, wie sich das Tierheim seit 1981 entwickelt hat, und welchen Standart es im Jahr 2018, versehen mit dem Gütesiegel: Qualitätstierheim nach den Regeln des Deutschen Tierschutzbundes erreicht hat. Einzig die Diskrepanz der finanziellen Unterstützung durch die öffentliche Hand, welche wir über einen landesweiten Vergleich mit anderen Tierheimen veranschaulichen konnten, musste von unserer Seite als Negativpunkt vorgetragen werden. Aus den Reihen der Mitglieder des Ausschusses sowie von der Landkreisverwaltung durfte unser Tierheim  Lob und Anerkennung entgegennehmen.

Im zweiten Teil ging es um die Gewährung eines zweckgebundenen Zuschusses für im Tierheim anstehende dringende Maßnahmen, die noch vor Wintereinbruch erledigt werden müssen. Da der Tierschutzverein hierzu die Verlängerung der Mittelbewilligung durch das Land Baden-Württemberg für Baumaßnahmen an Tierheimen nutzen möchte, benötigt er einen 30% Anteil  durch die kommunale Seite. Nach fundierter und durchaus kritischer Diskussion, bei welcher wichtige Fragen gestellt und von unserer Seite sowie der Verwaltung beantwortet wurden, stimmte der Ausschuß einstimmig zu, dem Tierheim unter Haushaltsvorbehalt (das bedeutet der Kreistag muss dem bei der Diskussion und Verabschiedung des Kreishaushaltes noch zustimmen) eine Zuschuss in Höhe von 50.000 € zu gewähren.

Der Tierschutzverein bedankt sich bei der Kreisverwaltung und den Mitgliedern des Finanzausschusses für die freundliche Aufnahme, die offene Diskussion und den Beschluss zum Bauzuschuss.

Öffentlicher Tierschutz

Entwicklung unserer Tierschutzarbeit im ZAK
Zusammenarbeit mit Kommunen

Mitgliedschaften

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Baden-Württemberg