
About Mad Max
Als Bulldoggenliebhaberin – und Besitzerin habe ich mehr oder weniger durch Zufall Mad Max im Internet auf der Tierheim Homepage von Tailfingen entdeckt. Wochenlang ging er mir nicht mehr aus dem Kopf bis ich mich entschloss mich mit diesem trolligen Kerl bekannt zu machen. Ist ja nichts dabei – nur mal „schauen“… ein wenig aufgeregt und voller Neugier haben wir uns am 13.08.11 auf den Weg nach Tailfingen gemacht.
Mit einer äußerst herzlichen und freudigen Begrüßung hat dieser liebenswerte Max sich uns vorgestellt und auf Anhieb habe ich ihn in mein (Bulldoggen)-Herz geschlossen. Es darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass er nicht nur charakterlich sondern auch optisch eine Augenweide ist. Meine Gedanken kreisen immer wieder um die bereits mit uns lebenden Vierbeiner – was würden sie von ihm halten und umgekehrt? Würde es evtl. eine Rudelvergrößerung geben? Zumal der Kleinste unter ihnen sich manchmal als der Größte fühlt und gerne mal den „dicken Max“ mutiert. Aber wer seine „Bulldoggensprache“ richtig deutet und sich von seinen anfänglichen „dicken Backen“ nicht beeindrucken lässt, hat die Möglichkeit eine lustige Frohnatur in einem französischen Bulldoggengewand als Freund zu gewinnen. Dazu der sehr ausgeglichene, stets gut gelaunte, in sich ruhende Hütehundmischling der diesem Trio sicherlich den Part des gelungenen Ausgleichs geben würde.
Wir wollen es versuchen die 3 Jungs miteinander bekannt zu machen und fahren ein paar Tage später (nachdem die große Hitze etwas nachgelassen hat) noch mal zu Max, dieses mal mit den beiden vierbeinigen Stimmberechtigten die eine große Mitentscheidung haben. Auch meine erwachsene Tochter ist mit dabei, da uns auch ihre Meinung wichtig ist.
Viele Gedanken begleiten uns auf dem Weg dorthin. Wird es gut gehen? Wie werden die Jungs aufeinander reagieren? Wird der „Kleine“ großen Stress machen? Wir wünschen uns natürlich eine harmonisches und freundliches Kennen lernen und sind guter Dinge. Die ungewohnt lange Fahrt und das unbekannte Ziel ist für unsere Hunde schon mal etwas außer der Reihe und als wir ankommen sind die beiden sichtlich aufgeregt. Dazu das viele Gebell der Tierheimbewohner, das sie verständlicherweise etwas verunsichert. Aber alles mit der Ruhe und erst mal alle aussteigen. Frau Ammann bringt uns Max nach draußen, ich freue mich sehr ihn wieder zu sehen. Ein paar Meter entfernt wartet auch schon die mitgebrachte Clique von zu Hause. Sofort wird gegenseitig beschnuppert und, so schnell konnten wir gar nicht schauen, hängt der Kleine dem Großen an der Backe. Also doch: „Klein Stressmacher“ ganz in seinem Element. Max überaus souverän lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, bzw. aus der Freude und ist weiterhin damit beschäftigt sich Hinterteilwackelnd ausgiebig über uns zu freuen. Wir laufen etwas versetzt von einander – auf der einen Seite das Heimrudel und ich mit Max ein paar Schritte daneben, sodass Max nicht noch einmal etwas an der Backe hängen haben soll. Je mehr wir uns vom Tierheim und dem damit verbundenen Lärm entfernen wird auch unser kleiner Bully etwas entspannter und doch lässt er Max nicht aus den Augen. Verträglich und freundlich wie immer ist unser Hütehundmischling ganz entspannt und läuft neben her wie gewohnt. Nach einem kleinen Spazierausflug belassen wir es damit erstmal um allen nicht zu viel abzuverlangen. Zurück beim Tierheim haben wir uns dann mit Frau Ammann besprochen dass wir nicht so leicht aufgeben und noch weitere Versuche unternehmen wollen, damit sich die 3 besser kennenlernen können.
Da wir der Hunde wegen nicht zu viel Zeit dazwischen verstreichen lassen möchte machen wir uns zwei Tage später erneut auf den Weg nach Tailfingen. Diesmal dürfen die Bei – und Mitfahrer schon vorzeitig aussteigen und vorausgehen, ich komme mit Max dann an den vereinbarten Treffpunkt nach. Diese Variante erscheint uns für die Hunde wesentlich entspannter und man siehe und staune, French Bull ist um einiges entschleunigter und lässt Max` Backen in Ruhe. Die eine oder andere Seitenrempelei lässt er sich nicht nehmen und ist sichtlich beeindruckt dass dieser große Vertreter seiner Rasse dem völlig gelassen entgegen kommt und auch nicht zurückrempelt. Endlich ein ebenbürdiger Kumpel der Stand hält und seine Sprache versteht! Eine Pause am Waldrand verläuft auch sehr entspannt, nach und nach legen sich die Hunde von alleine hin. Wir können nacheinander jedem ein kleines Leckerle geben ohne Futterneid oder sonstigem Stress.
Gleich am nächsten Tag fahren wir erneut zu Max, diesmal möchten wir es gerne noch ein wenig steigern und es auf einen Besuch von Max bei uns zu Hause ankommen lassen. In diesem „Areal“ ist es dann doch wieder etwas anderes und es ist mir ein großes Anliegen zu wissen was er von unseren Samtpfoten hält, und umgekehrt. Also darf er mit nach Hause für eine Nacht auf Probe. Es verläuft alles souverän, die Autofahrt ist völlig entspannt und er liegt während der ganzen Fahrt neben den beiden anderen.
In diesem Rhythmus geht es weiter und aufs Neue überrascht mich dieser liebe Mammut Bull, denn er hat die Nacht vor meinem Bett verbracht als ob er da schon immer geschlafen hätte. Zwar ist klein French Bull ein bisschen eifersüchtig doch er braucht keine Sorge zu haben, dass ihm sein Platz im Bett streitig gemacht wird. Max ist auf und mit seiner Decke vor dem Bett völlig zufrieden.
…Es sollte nicht nur ein Besuch und eine Nacht auf Probe sein, ich weiß jetzt es war die erste Nacht von den restlichen Nächten seines Lebens in seinem neuen zu Hause.
Am nächsten Tag (den 01.09.11) fahren wir alle noch ein letztes Mal nach Tailfingen um die Übergabe abzuschließen und alles formelle zu erledigen.
Die erste Zeit wurde er von Durchfall geplagt, den hatte er nach ca. 1,5 Wochen überstanden. Meine Bulldoggenküche und das Futter meiner Tierärztin haben zu seiner Genesung beigetragen. Ich denke die ganze Umstellung und sein sensibles Wesen haben dazu geführt dass seine Verdauung ihn anfangs geärgert hat.
An unseren Tagesrhythmus hat er sich zwischenzeitlich gewöhnt und sich gut bei uns eingelebt. Mit seinen beiden Hundekumpels versteht er sich prima, die Katzen interessieren ihn gar nicht und er lässt sie in Ruhe. Ich denke, es wäre ihm auch zu hektisch aufzustehen und hinterher zu rennen. Er hat sich ziemlich auf mich fixiert (Klar, von mir kommt ja auch das Essen). Wenn ich raus gehe, geht er mit. Wenn ich in die Küche gehe ist er dabei und auf dem Sofa liegt er fast auf mir. Nur beim Laufen war er anfangs noch ziemlich bockig und wäre es nach ihm gegangen hätte ein 10-minütiger Spaziergang völlig ausgereicht. Aber da er ja gerne isst haben wir uns für ihn ein Suchspiel ausgedacht. Wir gehen viel im Wald spazieren und da verstecken wir ihm dann kleine Leckerchen. Auf einem Baumstamm oder dahinter, in einem Mauseloch usw. Das gefällt ihm richtig gut. Er sucht mittlerweile überall, vergisst seine anfängliche Lauffaulheit und dabei fällt es ihm gar nicht auf dass er während dessen eine ganz ordentliche Strecke zurücklegt. Zwischenzeitlich suchen die anderen beiden auch schon fleißig mit. Im Allgemeinen hat er jetzt einfach schon viel mehr Freude am Laufen, ist hinterher fix und fertig und muss zuerst auf sein Sofa wenn er wieder zu Hause ist.
Wir sind alle froh und glücklich ihn bei uns zu haben, er ist eine Bereicherung in jeder Hinsicht.
Es grüßt ganz herzlich,
Mad Max und Familie
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